Spielbeschreibung - "was ist passiert?"
- Ziel des Spiels
Der Gruppe wird eine rätselhafte Situation geschildert. Dies ist immer das Ende einer logischen Rätselgeschichte. Die Aufgabe besteht nun darin, den Tathergang zu rekonstruieren.
- Alter
Ab 12 Jahren in vielen Situationen spielbar.
- Spieldauer
Kann man nicht festlegen. Hängt von der Fragefreudigkeit und Gewitztheit der Teilnehmer ab.
- Teilnehmerzahl
Spielt hier keine rolle nur bei sehr große Gruppen wird es leicht unübersichtlich.
- Spielablauf
Der erste Teil einer Geschichte, ihr Ende, wird erzählt. Die Aufgabe der Teilnehmer ist es nun, durch Fragen und Verknüpfungen die Situation oder die Geschehnisse der Geschichte zu lösen. Dabei dürfen allerdings nur solche ragen gestellt werden, die mit JA, NEIN, EVENTUELL oder UNRELEVANT beantwortet werden können gestellt werden. Ist die Lösung erraten, erzählt man die ganze Story.
- Variationen
Man kann als Erzähler ab und zu mal einen Tipp geben - aber nur, wenn die Gruppe absolut nicht mehr vorwärts kommt. Auch längeres rumrätseln und stochern im Nebel macht den Teilnehmern Spaß.
- Räumlichkeiten / benötigtes Material
Drinnen und draußen, auf dem Bahnhof im Zug oder Reisebus, auf Nachtwanderung usw. usw.
- Aktions- / Kommunikationsform
Ein rein verbales Spiel, in dem auch längere Fragen immer nur kurz beantwortet werden.
- Aufmerksamkeit
Nur nicht mehr als das verraten, was gefragt wurde und immer ein Pokerface aufsetzen.
- Ergänzende / weiterführende Spiele
Alles, was Spaß macht.
Fall Nr. 1: Ein Mann liegt auf einer Wiese. Er ist tot. Neben ihm liegt ein Bündel. Der Mann war ein Fallschirmspringer, dessen Schirm sich nicht geöffnet hat.
Fall Nr. 2: Ein Mann macht drei Schritte nach vorne, einen zur Seite und ist tot. Der Mann ist ein Seiltänzer, der mit verbundenen Augen über das Seil ging. Er glaubte, er wäre bereits am anderen Podest angelangt, als er den Schritt zur Seite machte.
Fall Nr. 3: An der Decke hängt ein Seil mit einer Schlinge. Darunter steht ein Stuhl. Vor dem Wohnzimmerschrank liegt eine tote Frau. Ein Mann wollte seiner Frau einen Schreck einjagen, er tat, als ob er sich erhängt hätte. Die Raumpflegerin kam herein, sah wie er da hing, dachte er wäre tot und begann den Schrank nach Wertgegenständen zu durchsuchen. Der Mann sah das und trat ihr in den Po. Darauf erschrak die Frau so sehr, dass sie einen Herzinfarkt bekam und starb.
Fall Nr. 4: Zwei Freunde treffen sich nach langer Zeit wieder. Sie gehen in ein Spezialitätenrestaurant und essen Albatros. Plötzlich läuft der eine der beiden raus und bringt sich um. Die beiden waren mit mehreren anderen als Schiffbrüchige auf einer Insel gewesen. Alle andern starben. Der, der sich umgebracht hat, war sehr krank. Der andere hat ihn mit Menschenfleisch gefüttert, ihm aber erzählt, es wäre Albatrosfleisch. Jetzt merkte er, dass Albatrosfleisch ganz anders schmeckt und ihm wurde klar, dass er Menschenfleisch gegessen hatte.
Fall Nr. 5: Du kommst in einen Raum und siehst, wie Kleopatra tot in einem Scherbenhaufen liegt. Um sie herum ist eine Pfütze. Cäsar liegt auf dem Sofa und schläft. Kleopatra ist ein Goldfisch und Cäsar ein Kater. Cäsar ist an Kleopatras Goldfischglas gestoßen, dass vom Tisch fiel und zerbrach. Vor Schreck suchte Cäsar das Weite und schlief dann auf dem Sofa ein. Oder mit anderen Namen: Du kommst in ein Zimmer. Du siehst einen Schrank und einen Teppich. Auf dem Teppich liegen Adam und Eva. Sie sind beide tot. Im Raum liegen Scherben und um den Teppich herum ist eine große Wasserlache.
Fall Nr. 6: Ein Mann fährt mit dem Zug und einer Begleitung von A nach B. Auf der Rückfahrt fährt der Zug durch einen Tunnel. Der Mann steht auf und erschießt sich sofort. Im Raucherabteil wäre ihm das nicht passiert. Der Mann war blind. Die Begleitung brachte ihn nach B ins Krankenhaus zur OP. Als alles klar war fährt die Begleitung weiter nach C. Der ehemals blinde fährt alleine von B nach A zurück. Er schläft dabei im Zug ein. Als er im Tunnel aufwacht, sieht er plötzlich wieder nichts und erschießt sich, da er denkt er sei erneut erblindet. Im Raucherabteil hätte er gemerkt, dass er sieht, da die Zigaretten glimmen.
Fall Nr. 7: Du kommst in eine Scheune. In der Scheune siehst du einen Erhängten. Unter ihm ist ein Wasserpfütze. Vor der Scheune steht ein LKW. Mit dem LKW hat der Mann einen Eisblock in die Scheune gebracht, ist dann auf das Eis geklettert und hat das Seil angebracht und umgehängt. Der Eisblock schmolz und der Mann erstickte.
Fall Nr. 8: Im 18. Stock eines New Yorker Hochhauses wohnt ein Mann. Morgens, wenn er zur Arbeit geht, fährt er mit dem Aufzug bis in den ersten Stock. Wenn die Sonne scheint, fährt er abends nur bis zum 10. Stock und läuft den Rest über die Treppe. regnet es, fährt er bis in den 18. Stock. Der Mann ist Liliputaner und kommt mit der Hand nur bis zum Druckknopf 10. Bei Regenwetter hat er einen Schirm dabei.
Fall Nr. 9: In einem Raum steht ein Tisch. Um diesen Tisch stehen drei Stühle herum. Auf dem Tisch liegt ein Kartenspiel. Auf dem Boden liegen drei Leichen, Daneben siehst du eine Pistole. Die drei sind in einem U-Boot, das nicht mehr manövrierfähig auf dem Meeresboden festliegt. Sie spielten Karten um die einzige Kugel in der Pistole. Die andern beiden erstickten qualvoll.
Fall Nr. 10: Ein Mann kommt in seinen Raum, sieht keine Sägespäne und erschießt sich. Der Mann arbeitete beim Zirkus. Er war der kleinste Mann der Welt. Eine Clown wollte ihm einen Streich spielen und hat bei allen Möbeln die Beine usw. abgesägt. Die Späne hat er weggekehrt. Der Liliputaner dachte nun, als er seinen Zirkuswagen betritt, er sei gewachsen und deshalb ein ganz gewöhnlicher Mensch. Aus lauter Verzweiflung erschießt er sich.
Fall Nr. 11: Ein Taucher liegt in einem Waldstück. Um ihn herum ist alles schwarz. Der Mann ist tot. Er tauchte in einem Baggersee, als im Wald Feuer ausbrach, dass Löschflugzeug holte Wasser aus dem See, wobei er mit in die Wassergondel geriet. Durch den Fall in den brennenden Wald, der jetzt verkohlt ist, starb der Taucher.
Fall Nr. 12: Ein Mann erhält ein Paket. Als er es öffnet, sieht er eine Liste, eine Säge und 29 Zeigefinger. Er lacht, macht das Paket wieder zu und schmeißt es weg. Der Mann war mit einer Reisegruppe und einem Flugzeug abgestürzt. Um etwas zu essen zu haben opferte nach und nach jeder einen Finger. Bevor alle dran waren wurde die Gruppe gerettet. Man hatte abgemacht, dass jeder aus Solidarität einen Finger opfern sollte, ihn in die Schachtel zur Säge legt, seinen Namen durchstreicht und alles an den nächsten weitersendet. Unser Mann war der letzte auf der Liste.